Blockchain-6 Industrie-focus-Logo

Wer ist der Bitcoin-Erfinder?

 

Der Name Satoshi Nakamoto stellt eines der größten Geheimnisse der digitalen Welt dar. Es handelt sich um ein Pseudonym, der auf den Erfinder der digitalen Kryptowährung Bitcoin zurückzuführen ist.

 

Im Jahr 2008 wurde die »Personen Bitcoin Core« (BTC), eine so genannte Open-Source-Referenzimplementierung, entwickelt. Ob es sich beim vermutlichen Entwickler Satoshi Nakamoto tatsächlich um eine natürliche Person handelt oder ob eine Personengruppe dahinter steckt, konnte bis heute noch nicht abschließend aufgeklärt werden. Seitdem im Jahr 2008 BTC implementiert worden ist, haben unterschiedliche Menschen die mysteriöse Identität für sich eingenommen. Andere wurden schlichtweg zum Erfinder der BTC gemacht, wobei sie dies öffentlich widerrufen haben. Die Frage ist somit, wer wirklich hinter dem Pseudonym steckt. Immerhin ist die Kryptowährung BTC heutzutage ein anerkanntes sowie sehr erfolgreiches Zahlungsmittel im Internet.

 

Feststehende Fakten zu Satoshi Nakamoto

Auch wenn nicht sicher bekannt ist, welche Identität hinter dem Namen Satoshi Nakamoto wirklich steckt, weiß man,  welchen Einfluss der Name auf das digitale Zeitalter genommen hat. Nachdem im Jahr 2008 ein Papier mit diesem »Pseudonym« veröffentlicht wurde, aus dem hervorgeht, dass Satoshi Nakamoto als Erfinder des Bitcoin Protokolls anzusehen sei, publizierte dieser bereits wenige Monate später einen BTC-Software-Client in der ersten Version. Zunächst beteiligte er sich noch aktiv an dem großen Projekt, wobei er lediglich Mailinglisten verwendete. Am Ende des Jahres 2010 konnte er sich geradezu stillschweigend aus der angewachsenen Community zurückziehen.

Das Besondere an seiner Arbeit besteht darin, dass Satoshi Nakamoto zwar möglicherweise auch persönlich mit Menschen aus seinem Open-Source-Team zusammengearbeitet hat, ohne dabei jedoch persönliche Informationen über sich und sein Leben preiszugeben. Da sich die Mitarbeiter bis heute in Stillschweigen hüllen, ist der persönliche Kontakt lediglich eine Mutmaßung, die im Internet aufgestellt worden ist. Der BTC-Erfinder verabschiedete sich endgültig im Frühjahr 2011 von dieser digitalen Bühne. Dem letzten Menschen, mit dem er an diesem Projekt zusammengearbeitet hat, teilte er zum Abschied lediglich mit, dass er sich nunmehr mit anderen Dingen beschäftigen wolle. Konkrete Hinweise, worum es sich dabei handelt, ob er möglicherweise an einem neuen Projekt arbeitet, gab er nicht.

 

Gibt der Name Satoshi Nakamoto Hinweise auf das Land der aufgehenden Sonne?

Zugegeben, der Name Satoshi Nakamoto klingt japanisch. Ein altes englisches Sprichwort besagt allerdings, dass ein Buch niemals nach seiner Hülle beurteilt werden sollte. Möglicherweise gilt dies beim Erfinder des BTC nicht. Fakt ist, dass die Bestandteile des Namens Satoshi Nakamoto eine tatsächliche Bedeutung haben. Der Vorname Satoshi kann mit »klug, klarem Denken, schnell witzig« ins Deutsche übersetzt werden. Demgegenüber muss der Nachname in seine einzelnen Bestandteile zerlegt werden. Während der erste Wortteil Naka mit »Verhältnis, Innen oder Mittel« übersetzt werden kann, bedeutet Moto entweder »Stiftung" oder "Herkunft«.

Letztendlich handelt es sich somit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um einen ausgedachten Algorithmus, der lediglich aus dem japanischen übernommen worden ist. Ob es sich bei dem »Erfinder« des Bitcoin tatsächlich um einen Japaner handelt, ist indes nicht geklärt. Das Problem ist, dass der Algorithmus auf sämtliche Personen übertragen werden kann, die eine Bewegung ins Leben rufen konnten. Möglicherweise wurde die digitale Währung auch von einer weiblichen Person entwickelt, die sich lediglich hinter einer männlichen Identität versteckt.

Nakamato

Satoshi Nakamoto – der »vermutliche« Bitcoin Erfinder. © unbekannt

Wer kennt die Identität des Urhebers der Bitcoins?

Die wahre Identität des Bitcoin-Erfinders ist scheinbar niemandem bekannt. Jedenfalls hat sich ausdrücklich noch keiner mit vollkommen überzeugenden Argumenten an die Öffentlichkeit gewandt. Manchmal ist ein Rätselraten allerdings auch spannender als die Antwort tatsächlich zu kennen. Dementsprechend kursierten in der Vergangenheit ganz unterschiedlichen Namen durch die digitale Welt. Der New Yorker Bürger Joshua Davis war beispielsweise der Ansicht, dass sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto der Name Michael Clear verbirgt, der ein abgeschlossenes Studium in der Kryptographie vorweisen kann. Joshua Davis traute ihm entsprechend zu, das Bezahlsystem BTC entwickelt zu haben. Zu dieser Schlussfolgerung kam er darüber hinaus auch, weil er mehr als 80.000 Worte in den Schriften, die Satoshi Nakamoto online verfasst hat, grundlegend analysiert hat. 

In Widerspruch gelangte er allerdings deswegen, weil er auch den finnischen Soziologen Vili Lehdonvirta, der insbesondere Erfahrung auf dem Gebiet der Spieleentwicklung hat, für den wahren Erfinder der Bitcoin gehalten hat. Beide genannten Personen leugneten allerdings öffentlich, sich hinter dem Pseudonym zu verbergen. Darüber hinaus hat auch eine anonyme Gruppe das von Davis behauptete Ergebnis bestritten. Stattdessen vermuteten sie, dass das anonymisierte Bezahlsystem BTC von einer Gruppe, bestehend aus drei Personen, ins Leben gerufen worden ist. Dabei sollte es sich um Charles Bry, Vladimir Oksman und Neal King handeln. Gestützt wurde diese These auf das von Nakamoto veröffentlichte Bitcoin Papier, bestätigt hat sich hingegen nicht.

 

Wer ist SatoshiNakamoto?
»
Unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto ist der Erfinder der Kryptowährung 
Bitcoin bekannt, der im November 2008 die Referenzimplementierung Bitcoin Core entwickelte.« Zitat Wikipedia

Auf jeden Fall ist bekannt, dass die Währung Bitcoin am 18. August 2008 über einen japanischen Server registriert worden ist. Knapp 2,5 Jahre später wurde die Registrierung nach Finnland übertragen. Dementsprechend wurde im Zusammenhang mit der Erfindung auch Martii Malmi genannt, der nicht nur in Finnland lebt, sondern auch Erfahrungen im Bereich der Softwareentwicklung hat. Bestätigt wurde dies allerdings auch nicht. In der Folgezeit wurden geradezu regelmäßig neuen Namen gehandelt. So war es beispielsweise im Februar 2014 Dorian S. Nakamoto, der von dem amerikanischen Journalisten Leah McGrath Goodman aufgespürt worden ist.
Doch auch diese Theorie entpuppte sich letztendlich als unbestätigte Behauptung, zumal Dorian S. Nakamoto behauptete, überhaupt nichts über Bitcoin zu wissen. Schließlich beauftragte er auch einen Anwalt mit dieser offiziellen Erklärung. Es ist offensichtlich, dass der Name Satoshi Nakamoto weltweit zu den wildesten Spekulationen geführt hat. Es ist nicht nur der Name selbst, der immer wieder Anlass zu Nachforschungen bietet. Da die wahre Identität scheinbar niemand zu kennen scheint, galt der Name lange Zeit als Gespenst in der Cyberwelt. Doch dann fiel ein weiterer Name: Craig Wright.

 

Craig Wright - Welche Verbindung teilt er mit Satoshi Nakamoto?

Es war im Jahr 2015 als Anfang Dezember ein Report von Wired and Gizmodo für Aufsehen gesorgt hat. In dem Bericht wurde behauptet, die wahre Identität von Satoshi Nakamoto gelüftet zu haben. Danach soll es sich um den Australier Craig Wright handeln. Diese Annahme verdichtete sich, nachdem Wright der Öffentlichkeit einen Krypto-Schlüssel offenbarte, den lediglich der »Vater« der BTC-Währung haben kann. Diesen Krypto-Schlüssel legte Wright nicht nur in seinem Blog vor, sondern nutzte dazu darüber hinaus auch große Fernsehsender wie BBC.

Die Theorie um Craig Wright überzeugte auch durch dessen fachliches Know-how als IT- und Softwareexperte. In einer Pressemitteilung rechtfertigte er sein bisheriges Vorgehen. Zu dem Pseudonym Satoshi Nakamoto sei der BTC-Erfinder durch einen japanischen Philosophen gekommen. Es handelt sich dabei um Tominaga Nakamoto, der im 17. Jahrhundert gelebt hat. Trotzdem bleiben Zweifel bezüglich der wahren Identität von Satoshi Nakamoto, insbesondere nach einem Interview, das vom Magazin "The Economist" mit Craig Wright geführt u d veröffentlicht wurde. Bei einem späteren Interview mit der BBC hat Craig Wright deutlich gemacht, dass es ihm egal sei, ob die Menschen ihn als BTC-Erfinder ansehen möchten oder eben nicht.

Für Wright spricht letztendlich aber auch dessen Know-how als Bitcoin-Experte. In der Vergangenheit hatte er darüber hinaus versucht, eine Bank für die digitale Währung aufzubauen. Zudem ist er Eigentümer eines der leistungsstärksten Computer weltweit. Und letztlich benötigt die Digitalwährung BTC insbesondere eines, nämlich Rechenpower. Craig Wright verfügt somit nicht nur über das spezielle Fachwissen, sondern auch über die technische Ausrüstung, um BTC weltweit verfügbar zu machen.

 

Das Vermögen von Satoshi Nakamoto

Es liegt auf der Hand, dass ein besonderes Interesse dem Vermögen des Erfinders der digitalen Währung zuteil kommt. Schätzungen zufolge verfügt Satoshi Nakamoto über 1 Millionen Bitcoins. Daraus lässt sich allerdings kein konkreter Wert ermitteln, da der Umtausch vom jeweiligen Wechselkurs abhängig ist. Aktuell liegt der Kurs bei etwa 1.000 € pro Bitcoin. Insofern würde das Vermögen derzeit bei etwa 1 Milliarde € liegen. Auch wenn wasserdichte Beweise für die Identität sowie die Anzahl der eigenen Coins nicht vorliegen, steht dennoch fest, dass Satoshi Nakamoto ein reicher Mann ist.

 

Fazit - Der Name Satoshi Nakamoto steht für einen großen Mythos der modernen Zeit

Kaum ein anderer Name hat die digitale Welt so sehr beschäftigte wie Satoshi Nakamoto. Und er wird es auch in Zukunft weiterhin tun, insbesondere bei den Anhängern, die sich nicht damit zufrieden geben, dass es sich bei dem Pseudonym um den australischen Staatsbürger Craig Steven Wright handelt. Möglicherweise ist es auch gar nicht so wichtig, welche Identität tatsächlich mit dem Namen verbunden ist. Seine Erfindung hat die Welt jedenfalls ein Stück weit verändert, was letztendlich auch den Weg in die Geschichtsbücher finden wird. Vielleicht ist es aber auch erst der Beginn einer neuen Entwicklung, die vor allem in Zeiten von Wirtschaftskrisen noch mehr an Bedeutung gewinnen wird. Und womöglich kann eines Tages zweifelsfrei festgestellt werden, ob sich Mr. Wright oder doch ein ganz anderer Zeitgenosse hinter dem japanischen Namen verbirgt.

Quellen: Wikipedia und andere, a.a.O

Bearbeitung: Wolfgang Klinker, Klinker@industry-focus.info

Button-1
Home   Interviews   News   Automation   Prozessautomation   Technologien   Introduction   Smart Energy   Robotik   Lasertechnik   Digitalisierung   Künstliche Intelligenz   Autonomik 
website design software