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Forschungsgelder als Triebfeder

 

Die fortschreitende Globalisierung und die starke Exportlastigkeit der deutschen Industrie erfordern eine vorausschauende und in die Zukunft gerichtete Entwicklung sämtlicher Aktivitäten. Das betrifft die individuellen Entwicklungsmöglichkeiten ebenso wie die gesamtgesellschaftliche und die industrielle Zukunftsplanung. Innerhalb der bestehenden Werteordnung und Rechtsysteme gilt es für alle Beteiligten, Ziele zu definieren und deren Realisierung anzustreben. Für die Politik dieses Staates, insbesondere für die Bundesregierung, ist daher die Förderpolitik ein wesentliches Instrument, um die Zukunftssicherung zu betreiben. Daher werden Förderprogramme für Forschungsvorhaben beschlossen und im Rahmen der geltenden Förderrichtlinien, die auch im Rechtsystem der Europäischen Union Bestand haben, definiert und ausgeschrieben.

Als ursprüngliches Innovationsfeld für das Themenfeld »Industrie 4.0« ist die politisch begründete Hightech-Strategie der Bundesregierung und - in diese eingebettet - die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) anzusehen. »Der Informations- und Kommunikationstechnologie-Standort Deutschland soll an die Weltspitze kommen«, so lautet die Zielvorgabe konkret. (Quelle auch für nachfolgende Textpassagen: ikt2020 des BMBF, http://www.bmbf.de/press/1999.php?hilite=ikt2020 a.a.O.) Um dieses Ziel zu erreichen, wollen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gemeinsam neue Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze eröffnen, zukunftsträchtige Wachstumsfelder mutig weiter entwickeln und die erfolgskritischen Handlungsfelder angehen. Erstaunlicherweise wurden in diesem Zusammenhang die »Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)« als der Innovationsmotor Nr. 1 bezeichnet. Erstaunlich deshalb, weil die wirtschaftliche Entwicklung bzw. die reale Wertschöpfung durch die Industrie überwiegend im produzierenden Umfeld realisiert und geschaffen wird. Um dieses »Gap« zwischen Produktionswelt und IKT-Welt zu schließen, musste anhand einer Studie nachgewiesen werden, dass die IKT ebenfalls essentiell für die Zukunftschancen der Produktionswelt sind.

»Innovationspolitik ist mehr als Forschungsförderung«, so argumentiert die Bundesregierung in ihren Verlautbarungen. Die Forschungsschwerpunkte werden daher gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft identifiziert, bei gleichzeitiger technologieübergreifender Bündelung der Forschungskapazitäten und Forschungsgelder. Es geht auch darum, wissenschaftliche Exzellenz zu fördern, technologische Stärken zu erkennen, sie auszubauen und für Deutschland disziplin-, technologie- und branchenübergreifend zu nutzen. Es geht des Weiteren darum, Brücken zu bauen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie zwischen Technologien und Anwendungsfeldern/Branchen.

Forschung und die Umsetzung von Forschungsergebnissen bedürfen exzellent ausgebildeter Wissenschaftler und Ingenieure sowie einer hervorragenden Forschungsinfrastruktur. Dabei stellt die Mitarbeit an anspruchsvollen Forschungsprojekten ihrerseits eine berufliche Aus- und Weiterbildung dar.

Dafür wurden und werden im Rahmen der Hightech-Strategie beachtliche Fördermittel bereit gestellt. Alleine für das Förderprogramm IKT 2020 wurden auf der Basis der derzeitigen Haushaltsplanung im Zeitraum von 2007 bis 2011 jährlich knapp 300 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Hinzu kommen jährlich rund 80 Mio. Euro für die IKT-Förderung seitens des BMWi. Und da schließt sich bekanntlich der Kreis der Interessenten.

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