part2.1 banner_neu-2

Chance für den Standort und deutsche Ausrüster

 

Vom Thema »Industrie 4.0« versprechen sich die Befragten vor allem eine größere Flexibilität (75 %) und mehr Effizienz im Verbrauch von Ressourcen (61 %), speziell von Energie (42 %). Kostenvorteile erwarten 45 % der Befragten, Einflüsse auf die Qualität der Produkte oder die Störanfälligkeit der Prozesse dagegen nur eine Minderheit. Die Realisierung von Smart Factories erwarten die meisten Befragten (43 %) in einem Zeitraum von etwa 12 Jahren. 21 % glauben an eine frühere, 36 % an eine spätere Realisierung. Profitieren werden laut VDE-Trendreport insbesondere die Branchen Automobilbau (65 %), Maschinenbau (55 %) sowie die Elektrotechnik (48 %) und die IKT-Branche (31 %). Die größten Bremsklötze sind IT-Sicherheitsprobleme (66 %), fehlende Normen und Standards sowie der hohe Qualifizierungsbedarf (jeweils 43 %). 47 % der Befragten meinen, die Hochschulen sind auf Industrie 4.0 nicht gut vorbereitet. Nachholbedarf bei der Qualifizierung mahnen besonders die Hochschullehrer an.

Große Zustimmung (73 %) erhält die These, dass Industrie 4.0 den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken wird. Überwiegend bejaht wird auch, dass deutsche Ausrüster eine führende Stellung bei dieser intelligenten Produktionstechnologie haben werden (51 %). Etwas zurückhaltender bewertet wird die These, dass Industrie 4.0 einen wichtigen Pfad zur Re-Industrialisierung Europas eröffnet (39 %). In der Frage, ob die 4. Industrielle Revolution mehr Arbeitsplätze in der Produktionswelt schafft, ist die Hälfte der Befragten unentschieden.

DSC01423
DSC01424
VDMA_neu-3 ZVEI_neu-2

Von links nach rechts: Prof. Dr. Henning Kagermann, acatech-Präsident, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner, Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI. Fotos: Klinker

Pragmatismus ersetzt die Revolution

 

In einer gemeinsamen Medienkonferenz stellten die Industrieverbände BITKOM, VDMA und ZVEI den Startes der gemeinsamen Plattform Industrie 4.0 vor. Diese Proklamation wurde prominent unterstützt, denn am Podium saßen Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des BITKOM, VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner und Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI auch die Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und acatech-Präsident Prof. Dr. Henning Kagermann sowie IG-Metall Vorstandsmitglied Detlef Wetzel beantworteten die Fragen der zahlreich erschienen Journalisten.

Ziel der Plattform Industrie 4.0 ist es, die vierte industrielle Revolution aktiv mitzugestalten und so den Wirtschafsstandort Deutschland zu stärken. Im branchenübergreifenden Austausch sollen Technologien, Standards, Geschäfts- und Organisationsmodelle entwickelt und die praktische Umsetzung vorangetrieben werden. Zaghaft aber dennoch deutlich verabschiedete sich damit das Themenfeld »Industrie 4.0« von den vermeintlichen Zeichen der vierten industriellen Revolution.

Frau Prof. Dr. Wanka unterstrich in ihrer Rede die strategische Bedeutung, die das Ministerium dem Zukunftsprojekt Industrie 4.0 beimisst und für das die Bundesregierung immerhin Fördermittel in der Gesamthöhe von 280 Mio. Euro bewilligt hat. Die Ministerin sieht die deutsche Industrie aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit in der Lage, Leitanbieter für die entsprechende Technik zu werden.

Prof. Dr.. Kagermann, strategisch argumentierender Vordenker im «Themenfels Industrie 4.0«, erläuterte den in Hannover vorgelegten Bericht des Arbeitskreises Industrie 4.0, der eine umfassende Bestandsaufnahme über die technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen liefert und Handlungsempfehlungen zur Umsetzung der vierten industriellen Revolution gibt.

Der intelligente, wertschätzende Umgang mit menschlicher Arbeitskraft ist für die IG-Metall der entscheidende Erfolgsfaktor für eine erfolgreiche Umsetzung. IG-Metall Vorstandsmitglied Wetzel sieht in der zukünftigen Entwicklung enorme Möglichkeiten, Forschung, Entwicklung und Produktion in Deutschland zu erhalten, auszubauen und Beschäftigung zu sichern.

VDMA Präsident Dr. Lindner betonte in seiner Rede, dass die gezielte Auswahl der industriellen Produktion als strategisch wichtiges Forschungs- und Anwendungsfeld ein klares und starkes Bekenntnis zum Produktionsstandort Deutschland sei.

Dr. Klaus Mittelbach erläuterte aus Sicht des ZVEI den Aufbau der Plattform Industrie 4.0 und sieht in dieser Aktivität ein Paradebeispiel dafür, wie klassische Branchengrenzen verschwinden, übergreifende Handlungsfelder entstehen und neue Kooperationsformen auch zwischen Verbänden notwendig werden. Ziel der Plattform ist die möglichst schnelle wirtschaftliche Umsetzung der Vision der Industrie 4.0.

Button-1
Home   Interviews   News   Automation   Prozessautomation   Technologien   Introduction   Smart Energy   Robotik   Lasertechnik   Digitalisierung   Künstliche Intelligenz   Autonomik 
website design software