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Fortsetzung: HMI 2019 - Zielsetzung Mobilität und Flexibilität (2)

 

Zum Jahresende 2017 wurde das DLR-Start-Up Franka Emika der Brüder Hammadin aus München mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. Wenige Monate danach stellten die Münchener bei der HMI 2018 erstmals ihren vielbeachteten 7-Achsroboter Panda vor. In diesem Jahr war das zusätzliche Technologiepaket das eigentliche Highlight. Wie Prof. Dr. Sadam Haddadin, Inhaber des Lehrstuhls für Robotik an der TU München und Leiter des neuen Forschungszentrums »Munich School of Robotics and Machine Intelligence« hervorhebt, bestimmt die Kollaboration von Mensch und Maschine die Zukunft. Und in Analogie dieser Perspektive wurde in Hannover der Panda-Roboter als Leichtbau-Kollaborativroboter vorgestellt, mit dem sich Automationsaufgaben sowohl in der Produktion als auch in den Bereichen Gesundheit und Ausbildung  ausführen lassen. Hierzu trägt wesentlich die benutzerfreundliche Programmieroberfläche DESK bei, mit der das Erstellen von Abläufen ohne Programmierkenntnisse möglich ist. Aber auch der 7-Achsroboter selber hat es in sich, denn er verfügt über Drehmomentsensoren in allen sieben Achsen und Sensorik im Greifsystem, wodurch Aufgaben sehr genau und feinfühlig ausgeführt werden können.

 

Nachholbedarf gedeckt

China ist seit einigen Jahren der größte Robotermarkt, jedenfalls was Stückzahlen und Wachstum anbetrifft. Dementsprechend sind auch die Bemühungen chinesischer Unternehmen darauf konzentriert, den Bedarf des Marktes möglichst mit eigenen Roboterlösungen zu bedienen. Selbstverständlich gelingen solche Bemühungen nur, wenn die Qualität und Leistungsfähigkeit der Erzeugnisse im internationalen Wettbewerb bestehen können. Dass dies durchaus gelingen kann, konnten einige chinesische Roboterhersteller in Hannover unter Beweis stellen. Allerdings werden mitunter auch die Fehler anderer Hersteller kopiert. Wer beispielsweise einen relativ groß bauende, zweiarmige, mehrachsige Montageroboter für die kleinteilige Montage entwickelt, unterschätzt das Preis-Leistungsverhältnis und den Umstand, dass mitunter zwei kleinere Roboter die bessere Lösung mit geringerem Platzbedarf wären. Immerhin ermöglichen die MRK sowie alternativ die Kollaboration der Systeme entsprechende Systemlösungen.

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Interessant war bei der HMI 2019 auch der Umstand, dass die Greifsysteme komplexer werden und damit die Positions- und Lageorientierung der zu greifenden Teile geringeren Aufwand erfordert. Die Exponate des Unternehmens Schunk – hierbei vor allem die lange erwartete professionelle Fünffingerhand – wurden sehr intensiv und aufmerksam begutachtet.

Foto Klinker

Der 7-Achs- roboter Panda verfügt über Drehmomentse nsoren in allen sieben Achsen und Sensorik im Greifsystem, wodurch Aufgaben sehr genau und feinfühlig ausgeführt werden können.

 

Mehr Informationen unter https://www.franka.de/

Foto: Klinker

Die aus China stammende Kopie des zweiarmigen MRK-fähigen Roboters Yumi von ABB zeigt die gleichen »Schwächen« wie das Original.

Foto: Klinker

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