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HMI 2019 - Zielsetzung Mobilität und Flexibilität

 

Im April eines jeden Jahres wird der Erwartungshorizont der Industrie durch die Hannover Messe (HMI) neu justiert: In den zurückliegenden Jahren waren es vor allem die Themenfelder Industrie 4.0, Internet of Things (IoT), Smart Factory sowie Künstliche Intelligenz (KI), die ein besonderes Interesse fanden und große Erwartungen auslösten. Doch im Jahr 2019 war es schwer, neue Themenfelder zu entdecken bzw. in den bekannten Bereichen jenen Fortschritt auszumachen, der bestehende Entwicklungen in die »nächst höhere Evolutionsstufe der Technik« befördern könnte. Und so überwogen bei der HMI 2019 Lösungen und Exponate, mit denen die zukünftige Produktionswelt flexibler, mobiler und ohne menschliche Eingriffe bzw. manuelle Arbeitsschritte gestaltet werden können.

 

Große Erwartungen wurden an das Themenfeld »Künstliche Intelligenz« (KI, auch AI) gestellt. Aber diesbezüglich muss Geduld geübt werden, denn selbst die international renommierten IT-Größen bemühten sich, KI-Lösungen mit aus der Analyse komplexer Datensammlungen resultierenden Applikationen gleichzusetzen, an denen noch gearbeitet werde. Und auch die hochgelobten Cloud-Anwendungen verlieren allmählich ihren Zauber, denn inzwischen wird wieder häufiger über die möglichen Gefahren von Cloud-Applikationen gesprochen und stattdessen auf die Vorzüge von Local-Clouds verwiesen.

 

Fernwartung per Datenbrille bei Makino

Zu den potenziellen Anwendungen des Internet of Things gehört sicherlich die Fehleranalyse und Störungsbehebung von Produktionsanlagen. Von den vielen dahin zielenden Lösungskonzepten sei an dieser Stelle das Beispiel des IT-Lösungsanbieters Axoom, ein Unternehmen der Ditzinger Trumpf-Gruppe, verwiesen. Der Axoom-Kunde Makino ermöglicht als Werkzeugmaschinenhersteller seinen Kunden einen schnellen Support per Smart Glasses von oculavis. Der IT-Lösungsanbieter Axoom sorgt hierbei für den nötigen Zugriff auf die Maschinendaten.

Ein live zugeschalteter Service-Techniker sieht die Maschine per Datenübertragung genauso wie der Bediener vor Ort mit der Datenbrille. Er kann detaillierte Anweisungen an den Bediener geben, um die Anlage innerhalb kürzester Zeit wieder instand zu setzen. Der Zugriff auf die Maschinendaten ermöglicht eine effiziente Fehlersuche und -behebung. Bei Bedarf können weitere Experten mit hinzugezogen werden. Die Architektur der Plattform ermöglicht es, dass sich eigene Entwicklungen über Apps integrieren lassen. Als Teil der Axoom-Plattform benötigt sie keinen separaten Zugang zur Kunden-IT.

Bild: Axoom

Das Themenfeld »Industrie 4.0« prägte mitsamt allen »Nachkommen« wie IoT, Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz das Gesamtbild der HMI 2019. Foto: Klinker

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In den »Roboterhallen« 16 und 17 wurden sehr viele unterschiedliche Roboter gezeigt, Darunter befand sich viel bekanntes und nicht immer originelles. Foto: Klinker

Robotik mit Perspektiven

Obwohl der namhafte Roboterhersteller Kuka aus Augsburg in diesem Jahr aufgrund wirtschaftlicher Turbulenzen der HMI fernblieb, war Robotik einer der sehr stark auftretenden Ausstellungsbereiche. Hierbei rückten bei den vorgestellten Exponaten die Verbesserungen in der Automatisierung per Roboter sowie die MRK stärker in den Vordergrund.

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Deep Learning wurde bei der HMI 2019 als KI-Variante präsentiert.

Foto: Klinker

Zukunftsvision mit Robotern – Projektstudie des Unternehmens IBG mit Kuka-Robotern. Foto: Klinker

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