Projekt-Wasser2 Industrie-focus-Logo

Fortsetzung (2) »Versorgungskonzepte für Smart Cities«

 

Zusätzlich sind die Wartungsoptimierung sowie ein Dokumentations- und Informationsmanagement für die installierte Gerätebasis von Bedeutung.

Insbesondere für »sensible« Anlagenbereiche sind die Vorteile direkt erkennbar. Beispielsweise sind die Meerwasserentsalzung, die Wasserwiederverwendung, aber auch andere moderne Verfahren eng mit der Entwicklung der Membranfiltration verknüpft. Die Membranfiltration hat sich dabei als ein sicheres und zuverlässiges Verfahren erwiesen. Mit einem Web-basierten Wartungssystem ist es möglich, die richtige Balance zwischen Durchsatz, Filterreinigungszyklen und Vermeidung irreversibler Filterschäden oder gar Durchbrüchen zu finden. »Ohne messtechnische Überwachung ist dieser Prozess nicht denkbar«, wertet Dr. Jagiella.

Als weitere Beispiele führt er das Energiemanagement in Klärprozessen an: »Die smarten Regelungslösungen für die Belüftung in Faultürmen und zur Phosphatfällung sind sehr Energie-intensiv. Die transparente Darstellung der Energieverbräuche in einzelnen Prozessen ist Voraussetzung für ein Benchmarking und die Energieoptimierung. E+H entwickelte auf Basis des sehr erfolgreichen Memograph RSG40 eine smarte Energiemonitoringlösung für Kläranlagen. Als sogenannter Energiemanager sammelt, berechnet und visualisiert der RSG40 die definierten Kennwerte (KPIs) der Anlage.«

Während die webbasierten Werkzeuge W@MPortal und W@M-Enterprise von E+H die Anwender von der Anlagenplanung bis zur Instandhaltung der Betriebsmittel unterstützen, können die von E+H konzipierten Wasserwirtschaftsanlagen insgesamt in die digitale Systemwelt von Smart Cities eingebunden werden. Für alle Produkte und Lösungskomponenten von E+H gibt es einen »digitalen Zwilling«. Somit können Anwender bzw. Anlagenbetreiber ein funktionsfähiges Life Cycle Management realisieren und hierzu per Online-Verbindung auf die Produktdatenbank von E+H zugreifen, dabei aktuelle Informationen zu Messgeräten und deren Verfügbarkeit, Ersatzteillisten, Gerätehistorie, Dokumentation, Kalibrierprotokolle, Betriebsanleitungen usw. berücksichtigen und somit profitieren.

 

Zielvorgabe ist der reibungslose Anlagenbetrieb

Die Komplexität der Prozesse in Smart Cities wächst mit stetig zunehmender Größe der Ballungszentren. Aber auch die Infrastruktur muss an dieses Wachstum angepasst werden und bleiben. Speziell im Bereich der Wasserwirtschaft sieht sich die E+H-Gruppe an der Seite der wachsenden Metropolen. Hierzu sagt Dr. Jagiella: »E+H unterstützt die Kunden in allen Phasen des Anlagenlebenszyklus, von der Planung und Inbetriebnahme bis zur regelmäßigen Kalibrierung und Instandhaltung. Durch unseren technischen Support für sämtliche Messgerätetechnologien, Software- und Automatisierungslösungen gewährleisten wir im Störungsfall die Minimierung von Anlagenunterbrechungen. Wir wollen dazu beitragen, die Qualität der Wasserbehandlung kontinuierlich zu sichern und unsere Kunden mit Prozessverbesserungen und Effizienzsteigerungen bis zum Management der Instandhaltungsaktivitäten zu begleiten.«

Der Autor: Dipl.-Ing. Wolfgang Klinker ist freiberuflicher Journalist in Landsberg am Lech.

eMail: WKlinker@outlook.de

 

Aktueller Bericht zu den Herausforderungen durch Megacities:

E+H_Abwasser-1

Die biologische Abwasserreinigung ist inzwischen eine Kernfunktion moderner Kläranlagen. Hierbei erfolgt der Abbau von organischen Frachten und eutrophierenden Nährstoffen.  Bild: (C) E+H

DSC05230
Bt_neu-6

Dr. Jagiella: »Das Themenfeld Industrie 4.0 mit sämtlichen Integrationstechniken haben wir von Beginn an mitgestaltet und in unsere Produkte einschließlich IIoT und die lokale Datenspeicherung integriert. Wir haben das Messgeräteportfolio ergänzt durch kommunikationsfähige Komponenten und Datenlogger und dabei vielfältige Schnittstellen- und Datenübertragungstechniken integriert – von Wireless bis zu diversen international etablierten Bussystemen. Damit sind auch smarte Lösungen in der digitalen Realität von Smart Cities möglich.« Foto: © Klinker

Leben in der Zukunft

Aus einer Großstadt wird durch die demografische Entwicklung und einer voranschreitenden Urbanisierung eine Megacity. Diese Veränderungsprozesse von Ballungszentren ereignen sich kontinuierlich und weltweit: Aus Städten werden Großstädte und Metropolregionen bis hin zu Megacities. Dort »pulsieren« Leben, Wohnen und Ökonomie. Die prozessbestimmten Funktionalitäten solcher Megacities werden – notwendigerweise - durch smarte, IT-basierte Techniken gesteuert und koordiniert.

Damit solche Lebensformen überhaupt entstehen und gelebt werden können, sind Wohnmöglichkeiten und vielfältige Infrastrukturen erforderlich, deren potenzielle Funktionalitäten und Verfügbarkeiten koordiniert und intelligent gesteuert werden müssen.

Button-1
Home   Interviews   News   Automation   Prozessautomation   Technologien   Introduction   Smart Energy   Robotik   Lasertechnik   Digitalisierung   Künstliche Intelligenz   Autonomik 
website design software