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Soziale Helfer für alle Fälle?

 

Pflegeroboter Robear

 

Robotik ist in Japan ein traditionell und erfolgreich angewendeter Technikbereich. In der industriellen Produktion, vor allem im Automobilbau sowie in der Feinmontage, gehören japanische Roboter zu den weltweit führenden Entwicklungen. In der jüngeren Vergangenheit sind Aufgaben im sozialen Pflegebereich hinzugekommen. Zu solchen Entwicklungen gehört der Roboter Robear. Äußerlich hat dieser im Jahr 2015 vom Forschungsinstitut Riken vorgestellte Roboter wenig Ähnlichkeiut mit einem Menschen, aber die Maschine Robear ist ein 140 kg schwerer humanoider Roboter. Seine Arme sind dazu gestaltet, Menschen zu heben und zu tragen. Hände mit Greifern hat er keine. Anstelle von Beinen hat er ein Chassis mit Rollen, auf denen er sich fortbewegen kann. So kann er einen Menschen tragen und transportieren. Die Rollen sind an Auslegern befestigt, die er ausfahren kann, um einen stabileren Stand zu haben.

 

Sensoren sorgen für sanfte Bewegungen

 

Die Aktoren haben ein sehr niedriges Übersetzungsverhältnis, damit sich die Gelenke sehr schnell und präzise bewegen. Verschiedene Sensoren wie Drehmoment- und Drucksensoren ermöglichen sanfte Bewegungen. Dadurch ist sichergestellt, dass der Roboter Robear die Patienten nicht verletzt.

Der Anwendungsbereich ist nicht neu, und der Roboter Robear hat bereits zwei Vorgänger, Riba und Riba-II. Diese Roboter waren allerdings größer und schwerer - Riba-II etwa hat 90 kg mehr gewogen. Wegen seines kleineren Chassis kann Robear aber viel besser auf engem Raum manövrieren als die vorangegangenen Entwicklungen.

Bild oben: Bärenroboter Robearträgt Kranke (Bild: Riken)

Bildfolge: Robear: schnelle und präzise Bewegungen

Der Roboter ist wie ein Bär gestaltet und soll mit der Hebefähigkeit das Pflegepersonal entlasten. (Foto: Riken)

Vom Assistenten zum Wettbewerber

 

Außer in der Pflege sind Roboter auch als Mobilitätsassistenten oder als Haushaltshilfen im Einsatz: Der japanische Automobilkonzern Toyota hat beispielsweise vor einigen Jahren Mobiro, einen robotischen Rollstuhl vorgestellt. Der Automobilkonzern Honda entwickelte einen robotischen Geh-Assistenten, eine Art Exoskelett, das den Träger beim Gehen unterstützt.

Japaner haben offensichtlich eine Vorliebe für »tierische« Roboter: Im Jahr 2011 haben Wissenschaftler ein Roboterpärchen entwickelt, das dabei hilft, Schlafapnoe (https://www.golem.de/1111/87816.html)  zu bekämpfen. Diese Roboter sollen Schnarcher dazu bringen, sich im Schaf umzudrehen. Sie waren vom Design her  ebenfalls als Bären gestaltet. Ein Roboter, der in der Beschäftigungstherapie für demenzkranke Menschen eingesetzt wird, ist eine kleine Robbe.

Toyotas Roboter spielen Instrumente

 

Toyota hat seit längerem keinen großen humanoiden Roboter vorgestellt. Der letzte war der Human Support Robot (HSR), das als Serviceroboter dem Menschen im Haushalt zur Hand gehen sollte. 2007 präsentierte der japanische Konzern einen robotischen Geiger, 2005 einen robotischen Trompeter.

Roboter sollten in Zukunft zum Kerngeschäft gehören, erklärte Toyota vor einigen Jahren. Für einen Autohersteller ist der Schritt in die Robotik naheliegend: In vielen Produktionshallen haben Maschinen die Arbeit von Menschen übernommen. Toyota entwickelt und baut seit den 1980er Jahren Industrieroboter.

Im Jahr 2016 hat Toyota auf der Messe Ceatec den nur 10 cm großen Socialbot Kirobo Mini vorgestellt. Der Roboter ist in Japan für umgerechnet etwa 325 Euro im Handel erhältlich.

 

Roboter T-HR3 meldet sich zum Arbeitseinsatz

 

Eine der interessantesten Entwicklungen humanoider Roboter hat der japanische Autokonzern Toyota zuletzt mit dem Roboter T-HR3 vorgestellt. Durch eine innovative Steuerung kann der Roboter auch an weit entfernten oder unzugänglichen Orten eingesetzt werden. Schlaglichtartig können die Funktionen des Roboters mit gehen, sehen, greifen beschrieben werden: Toyotas neuer humanoide Roboter T-HR3 soll Menschen im Alltag und bei der Arbeit unterstützen. Der Roboter ist etwa 1,5 m groß, wiegt 75 Kg und hat 32 Gelenke und Hände mit je fünf Fingern.

Gesteuert wird der Roboter von einem Menschen mit Hilfe des sogenannten »Master Maneuvering System«. Das ist eine Art Exoskelett, in das ein menschlicher Steuerer hineinsteigt. Seine Bein-, Arm- und Handbewegungen werden auf den Roboter übertragen. Der Steuerer sieht und spürt, was der Roboter sieht und spürt

 

Die Aktoren des Roboters wiederum sind mit Sensoren ausgestattet. Per Force Feedback spürt der steuernde Mensch, wenn der Roboter etwas greift. Über ein Head Mounted Display kann er sehen, was der Roboter sieht.

Video: T-HR3 im Einsatz - Toyota (6:25) https://video.golem.de/wissenschaft/20112/t-hr3-im-einsatz-toyota.html 

Der Roboter ist dafür konzipiert, Arbeiten für den Menschen zu übernehmen - zuhause, aber auch in der Fabrik, auf der Baustelle oder im Krankenhaus. Durch die Möglichkeit, ihn fernzusteuern, soll der Roboter auch an unzugänglichen Orten eingesetzt werden können, etwa in Katastrophengebieten oder im Weltall. Herausragend ist die Agiilität des T-HR3-Roboters. Er ist im Gegensatz zu den steif wirkenden Industrierobotern sehr beweglich und kann auch in Schieflagen das Gleichgewicht halten.

 

Der Basketball-Roboter versenkt jeden Ball

 

Die Fortsetzung der Roboterentwicklung betrifft sportliche Fähigkeiten: Fußball, Skifahren, Curling und jetzt auch Basketball: Mitarbeiter des japanischen Automobilkonzerns Toyota haben einen Roboter gebaut, der Körbe wirft - und trifft. 200.000 Übungswürfe bedurfte es, um einen Roboter zum perfekten Korbwerfer zu machen. Der Humanoide besiegt die menschliche Konkurrenz bei den Freiwürfen. Angeblich wollen die Toyota-Ingenieure anhand des Roboters auch dessen Job-Funktionalität eruieren.

Der humanoide Roboter Cue ist 1,90 m groß und besteht aus einem Aluminium-Skelett, über das eine Haut aus Kunststoff gezogen wurde. Er steht auf einer kleinen Plattform, in der die Steuerung untergebracht ist. Als Vorbild nahmen die Toyota-Techniker, die den Roboter in ihrer Freizeit gebaut haben, Sakuragi Hanamichi, eine Figur aus der Manga-Serie Slam Dunk.

Der Basketball-Roboter wirft aus einer Entfernung von etwa 3,6 m auf den Korb. Gesteuert wird er dabei durch künstliche Intelligenz. Um ihn zu trainieren, ließen ihn die Entwickler 200.000 Mal auf den Korb werfen. Inzwischen ist Cue absolut schusssicher.

Um zu demonstrieren, wie gut er ist, ließen die Entwickler ihn gegen einige Spieler aus dem B-Team der Profimannschaft Alvark Tokio antreten. Während die Sportler den Korb zweimal verfehlten, versenkte der Roboter jeden Ball und gewann mit 10:8.

Ein besonders guter Mitspieler wäre Cue dennoch nicht: Er kann nicht laufen. Für ein dynamisches Spiel eignet er sich demnach nicht. Aber er könnte jeweils für Freiwürfe eingewechselt werden. Würden allerdings die Agilität von T-HR3 und die Treffsicherheit von Cue miteinander kombiniert, wäre der perfekte Basketball-spielende Roboter vorhanden.

Quelle: https://www.golem.de/news/ki-basketball-roboter-versenkt-jeden-ball-1803-133370.html

 

Japanische Auto-Ingenieure haben in ihrer Freizeit einen Basketball-Roboter mit Korbgarantie entwickelt. Die Maschine brachte sich das Körbewerfen gewissermaßen selbst bei. Die Motivation der Tüftler: Sie wollten genau wissen, wie das Gerät aussieht, das ihnen möglicherweise in Zukunft ihre Jobs wegnehmen wird.

Basketball spielender Roboter Cue: Vorbild war eine Figur aus einem Manga. (Bild: Alvark Tokyo/Screenshot: Golem.de)

 

Video ansehen: http://www.daserste.de/sport/sportschau/videosextern/cue-der-basketball-roboter-mit-korbgarantie-100.html

Video: "Cue" - der Basketball-Roboter mit Korbgarantie

Quelle: ARD-Spotschau

 

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Humanoider Roboter T-HR3: Force Feedback und Head Mounted Display (Bild: Toyota)

Hermes-Roboter

Modell des Hermes-Paket-Zustellrobozers, der weltweit eingesetzt werden soll.

Kirobo-Mini

Der nur 10 cm große Socialbot Kirobo Mini ist in Japan für umgerechnet etwa 325 Euro im Handel erhältlich.

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Der japanische Konzern Toyota präsentierte 2007 einen robotischen Geiger, bereits 2005 einen robotischen Trompeter.

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Toyotas Basketball-Roboter Cue wirft aus einer Entfernung von etwa 3,6 m auf den Korb. Gesteuert wird er dabei durch künstliche Intelligenz. Nach 200.000 Trainingswürfen auf den Korb ist Cue Inzwischen absolut schusssicher.

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