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Cloud-gesteuerte Feldroboter

 

Mit dem von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt MARS will Fendt »Precision Farming« mit autonomen Produktionssystemen der Zukunft einen entscheidenden Schritt voran bringen. Und damit sollen die MARS-Roboter Effizienz, Nachhaltigkeit und Produktivität gewährleisten, denn darauf sind die Feldroboter programmiert. Das Forschungsprojekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des FP7 Programms gefördert und ist Teil von Echord++.

 

Der Landmaschinen-Hersteller AGCO/Fendt entwickelt mit dem Forschungsprojekt MARS kleine Robotereinheiten, die mit Hilfe einer cloudbasierten Lösung ortsunabhängig während der Aussaat gesteuert werden. Über die MARS-App kann die Aussaat sowohl geplant als auch jederzeit überwacht werden. Der Ablageort jedes Saatkorns wird genau dokumentiert und in der Cloud gespeichert. Nachfolgende Pflegearbeiten können somit präzise und ressourcenschonend ausgeführt werden.

 

Das Forschungsprojekt MARS

 

Das Unternehmen AGCO/Fendt aus Marktoberdorf erforscht gemeinsam mit dem Bereich Servicerobotik der Hochschule Ulm den Einsatz von autonomen Robotern in der Landwirtschaft. Im Forschungsprojekt MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms) wird die satellitengestützte Aussaat von Mais durch Feldroboter untersucht. Hierzu werden die Roboter mit einer Logistik-Einheit an ihren Einsatzort transportiert. Von dort aus erledigen sie selbstständig und hochpräzise die Aussaat und ermöglichen die teilflächenspezifische Anpassung von Saatmuster und Saatstärke sowie die exakte Dokumentation jedes Saatkorns. Diese Vorgehensweise unterstützt sowohl einen nachhaltigen als auch sparsamen Umgang mit Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln und nutzt Potenziale für eine Ertragssteigerung.

Für den »Arbeitseinsatz« werden die MARS-Roboter mittels einer Logistik Einheit zum Acker befördert und dort entladen. Die Logistik Einheit regelt Transport, Saatgut-Befüllung, Akku-Ladung und die hochpräzise Navigation der Roboter.

Durch einen batteriebetriebenen, elektrischen Antrieb, das geringe Gewicht und den autonomen Betrieb kann die Aussaat auch bei Bedingungen erfolgen, bei denen die klassische Landwirtschaft aufgrund der Licht- und Bodenverhältnisse oder der Geräuschemission nicht arbeiten kann. Das geringe Gewicht der Feldroboter gewährleistet ein hohes Sicherheitsniveau sowie eine besonders schonende Feldbearbeitung – ohne nennenswerte Bodenverdichtung. Gleichzeitig werden nutzbare Zeitfenster für den Feldeinsatz erweitert. Als weiteren Vorteil gibt Fendt an, dass die MARS Roboter rund um die Uhr einsatzbereit sind.

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Saatplanung mit der MARS App

 

Der Zugriff auf das System erfolgt über eine App auf einem Smart-Device und ist somit standortunabhängig möglich. Diese XAVER-App ermöglicht eine komfortable Planung der Aussaat. Über das Interface können aus den vorhandenen Daten das gewünschte Feld, Saatgut, Saatmuster und Saatdichte sowie die Anzahl der einzusetzenden Roboter ausgewählt werden. Ein intelligenter Algorithmus (OptiVisor) plant den Robotereinsatz anhand der eingegebenen Parameter und berechnet die benötigte Zeit bis zum Abschluss des Auftrags. Sobald die Logistik-Einheit positioniert wurde, kann der Einsatz der Roboter per App gestartet werden.

Während der Arbeiten kommunizieren die Roboter mit der Cloud, so dass für jeden Ablageort eines Saatkorns die Geo-Koordinaten gespeichert werden können. Der OptiVisor-Algorithmus garantiert jederzeit die zuverlässige Aussaat der Maiskörner. Sollte ein Roboter einmal ausfallen, wird dessen Aufgabe sofort von den noch übrigen Einheiten mit übernommen.

Der Arbeitsfortschritt kann über die App live verfolgt werden. Der eigens entwickelte OptiVisor-Algorithmus überwacht zudem den Ladestand der Roboterbatterien und stellt sicher, dass alle Akkus zum richtigen Zeitpunkt wieder durch die Logistik-Einheit aufgeladen werden.

 

Landwirtschaft der Zukunft

 

Die in der Cloud gespeicherten Informationen zur Saatgutablage sind auch für den weiteren Wachstumsprozess sowie Düngung und Ernte nutzbar und können im Anschluss zur Analyse und Prozessoptimierung weiter verwendet werden.

Bearbeitung: Wolfgang Klinker

KONTAKT

AGCO Fendt GmbH www.fendt.com

 

 

Fendt Xaver Robot fleet field
Fendt Xaver robot unit field
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Quellenagabe zum Text und zu den Fotos: AGCO /  Fendt

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