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WEA-Ausbauzahlen (Onshore) für das Gesamtjahr 2018 (2)

Nach den vom Institut Deutsche WindGuard ermittelten WEA- Ausbauzahlen für 2018 bricht der Brutto-Zubau von WEA an Land im Gesamtjahr 2018 regelrecht ein. Mit lediglich 2.402 MW bzw. 743 Anlagen fällt der Neubau noch hinter das Niveau des Jahres 2013 zurück, obwohl die Nachfrage nach erneuerbarem Strom perspektivisch deutlich zunehmen wird. Der Zubau entspricht einem Rückgang von 55 % im Vergleich zum Vorjahr 2017. Er liegt damit deutlich unter der von Bundesverband WindEnergie (BWE) und VDMA Power Systems zur Jahresmitte 2018 geschätzten Zahl von           3.300 MW.

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Aufgrund des geringen WEA-Zubaus fielen die Stellungnahmen der Verbandsvertreter vom BWE und von VDMA Power Systems entsprechend harsch aus. Nach deren Auffassung ist es wichtiger denn je, schnell den Ausbau der Erneuerbaren Energien hin zum 2030-Ziel zu definieren und die Pfade anzupassen. In einer Medienmitteilung heißt es, dass das »Stop-and-Go« beendet werden muss. Der stabil hohe Zubau der Jahre 2013 bis 2017 hat die Klimaschutzziele der Bundesregierung und die Ausbauziele für die Erneuerbaren Energien in den Bundesländern gestützt. Während ein nachhaltig höherer Ausbau der Erneuerbaren Energien - begründet durch die erreichten Kostensenkungen und den nunmehr angekündigten Einstieg in den Verzicht auf die Verstromung von Braun- und Steinkohle – logisch wäre, ergibt sich stattdessen ein massiver Rückgang für die Jahre 2018 und 2019. Hierdurch wird die führende Position der deutschen Windindustrie im internationalen Wettbewerb gefährdet, und die Branche wird vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Darüber könne auch nicht hinwegtäuschen, dass Deutschland in Europa der größte Markt für Windenergie an Land bleibt.  Der Bereich Power Systems des VDMA kommentierte die Zahlen dahingehend, dass es selbsterklärend sei, dass das 65-%-Ziel der Bundesregierung mit einem Fortführen des aktuell absehbaren jährlichen Zubaus bis zum Jahr 2030 nicht erreicht werden kann.

Jährliche Entwicklung der Windenergieleistung an Land in Deutschland Alle Grafiken: © Deutsche WindGuard

Ursache für den dramatischen Einbruch

Als Grund für den geringen Zubau bezeichnen die Verbände den hohen Anteil der Zuschläge für Projekte ohne Genehmigung, welche die Ausschreibungen in 2017 dominiert haben und bislang nicht realisiert wurden. Darüber hinaus konnten über 900-MW-Übergangsanlagen nicht fristgerecht ans Netz gehen. Dafür wurden drei wesentliche Ursachen angeführt: Eine erteilte Genehmigung schafft inzwischen keine Rechtssicherheit mehr, weil fast jede Genehmigung beklagt wird. Diese Verfahren nehmen immer mehr Zeit in Anspruch und verzögern damit die Umsetzung. Zum anderen gab es Projekte, die unter dem Eindruck der stark degressiven EEG-Vergütung in eine »Umgenehmigung« gegangen sind, um sich für eine Beteiligung an Ausschreibungen vorzubereiten. Darüber hinaus haben sich Projektträger erst nach dem Stichtag 28.02.2017 entschieden, nach dem Auslaufen der Übergangsfrist am 31.12.2018 doch an Ausschreibungen teilzunehmen.

 

Regional holpriger Zubau

Perspektivisch speist sich der Zubau in den Bundesländern aus den aktuell erteilten Genehmigungen.

Unter anderem hat die Fachagentur »Wind an Land« darauf hingewiesen, dass die Genehmigungen

insgesamt massiv einbrechen und zusätzliche regionale Verwerfungen auftreten. Wie der Bundesverband WindEnergie deutlich machte erfolgten besonders wenige Genehmigungen in Bayern, Sachsen-Anhalt, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Um den steigenden Bedarf der modernen Energiewirtschaft zu erfüllen, müssen alle Bundesländer am Zubau teilnehmen, hieß es weiter.

 

Schwache Prognose für 2019 – Vereinfachte Genehmigungen mit Rechtssicherheit dringend notwendig

Für das Jahr 2019 erwarten die Verbände einen Zubau von nur knapp 2.000 MW. Die im Energiesammelgesetz festgelegten

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Sonderausschreibungen sind enorm wichtig und geben zwar Zuversicht auf eine Erholung ab 2021 - im internationalen Vergleich verliert der deutsche Markt jedoch an Dynamik und Bedeutung. Das Erreichen des 65 %-Ziels bis 2030 sei hingegen eine große Chance und erfordere einen klaren politischen Willen und Rahmen. Um Investitionen in den Standort Deutschland dauerhaft zu sichern und das politisch gesetzte Ziel zu erreichen, braucht die Industrie allerdings ein verlässliches mittel- und langfristiges Zeit- und Mengengerüst.

Zu den konkreten Vorschlägen der Verbände gehört, dass die Bestimmung, nur mit genehmigten Projekten an den Ausschreibungen teilnehmen zu können, unbedingt dauerhaft festgeschrieben werden sollte. Zudem sollten die Genehmigungsverfahren erleichtert und beschleunigt werden. Dadurch würden mehr Projekte eine Genehmigung erhalten, um sowohl den stabilen Zubau als auch den Wettbewerb zu sichern. Je früher hierbei ein Fortschritt erzielt werden kann, desto mehr kann die internationale Bedeutung des deutschen Marktes und die Spitzenposition deutscher Hersteller, Zulieferer und Projektierer aufrechterhalten werden.

Zur weiteren Unterstützung der Energiewende sind - wie im Aktionsplan Stromnetze vorgesehen - der zuverlässige Ausbau sowie die Optimierung der Bestandsnetze erforderlich. Auch der Abbau regulatorischer Hürden für das Voranbringen der Sektorkopplung wäre hierbei entscheidend.

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