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Planung mit konservativer Zielsetzung

 

In Deutschland obliegt der Bundesnetzagentur die Netzentwicklungsplanung. Wie die Bundesnetzagentur zum Jahresbeginn 2014 mitteilte hat sie den Netzentwicklungsplan Strom (NEP Strom) 2013 sowie den Offshore-Netzentwicklungsplan (O-NEP) 2013 bestätigt.

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Die HGÜ-Verbindungen zwischen Estland und Finnland erhöht die Übertragungskapazität zwischen beiden Ländern um das Dreifache. Für diese neue HGÜ-Verbindung zwischen Estland und Finnland (EstLink 2) errichtete Siemens Energy die Stromrichterstationen im estnischen Püssi und im finnischen Anttila.

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Zum Auftragsumfang für HGÜ gehören die Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der Kernkomponenten wie Stromrichterventile mit direkt lichtgezündeten Leistungsthyristoren, Stromrichtertransformatoren, Glättungsdrosseln, Schutz- und Leittechnik sowie AC-, DC-Filter. Abbildungen: Siemens

Dieser basiert auf Ausbauszenarien für die verschiedenen Energieträger, die bereits vor Bildung der neuen Bundesregierung breit mit der Öffentlichkeit konsultiert und festgelegt worden waren. Laut Bundesnetzagentur spiegelt er noch nicht die veränderten energiepolitischen Zielsetzungen aus dem Koalitionsvertrag wider, z. B. die angepassten Ziele beim Offshore-Ausbau. Entsprechende Anpassungen werden im Zuge der Erarbeitung und Konsultation der Netzentwicklungspläne 2014 berücksichtigt.

Zusammen mit den Netzentwicklungsplänen wurde der überarbeitete Umweltbericht veröffentlicht. Dieser ermittelt, beschreibt und bewertet die voraussichtlichen Umweltauswirkungen der im NEP Strom 2013 und O-NEP 2013 enthaltenen Maßnahmen.

Konkret wurden von den 90 Maßnahmen, welche die Übertragungsnetzbetreiber im Entwurf des NEP Strom 2013 vorgeschlagen haben, 56 bestätigt. Hierbei handelt es sich nur um die Maßnahmen, die nach Bewertung der Bundesnetzagentur in den kommenden zehn bzw. zwanzig Jahren für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb zwingend erforderlich sind. Dies gilt auch für die Bedarfsermittlung der erforderlichen Anbindungsleitungen für Windenergieanlagen auf See, die mit dem O-NEP 2013 erstmalig erfolgte. Von den zehn beantragten Offshore-Anbindungsleitungen wurden acht bestätigt.

Im Rahmen der Bewertung wurde der Grundsatz angewendet, dass erst alle Möglichkeiten zur Netzverstärkung oder -optimierung ausgeschöpft werden sollen, bevor der Neubau von Stromtrassen in Betracht kommt. Der bestätigte NEP Strom 2013 umfasst rund 2.800 km an Optimierungs- und Verstärkungsmaßnahmen in Bestandstrassen und rund 2.650 km an kompletten Neubautrassen.

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