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WEA verliert Rotorblatt

 

Der US-Energieversorger MidAmerican bestellte bei Siemens 448 Windenergieanlagen des Typs SWT-2.3-108. Dies ist der weltweit größte Auftrag, der bisher für Onshore-WEA vergeben wurde. Bei den Windturbinen handelte sich um den gleichen Typ, der zuletzt einige Schwierigkeiten aufzeigte. Vermutlich führten technische Probleme zu einem zweiten, erheblichen Störfall: Mitte Mai des letzten Jahres löste sich nahe San Diego (Kalifornien/USA) das Rotorblatt einer WEA vomTyp SWT-2.3-108 und fiel auf eine für Geländefahrzeuge vorgesehene Straße. Verletzt wurde niemand. Dies ist jedoch nicht der erste Störfall mit diesem WEA-Typ, denn ein Jahr zuvor ereignete sich im US-Bundesstaat Iowa im April 2012 ebenfalls in den USA ein gleicher Störfall, bei dem ebenfalls ein Rotorblatt brach. Nach dem neuerlichen Störfall hat Siemens zunächst für sämtliche WEA des Typs SWT-2.3-108 eine reduzierte Betriebsform angeordnet, um die Störungsursache zu finden.

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Geborstener Flügel in USA: kostet die Windradpanne Siemens Millionen?

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Beschädigte Siemens-Turbine im Ocotillo-Windpark: Dreistelliger Millionenschaden.

Die von Siemens nach dem Unfall durchgeführten umfangreichen Untersuchungen ergaben Medienberichten zufolge keine technischen Mängel an Design und Betriebskonzept. Vielmehr sollen Fertigungsfehler bei der Rotorblattproduktion der B53 dazu geführt haben, dass sich der Störfall ereignet hat. Die havarierte WEA ist Teil des »Ocotillo Wind Energy Project«, das im Endausbaustadium 315 MW Strom erzeugen soll.

 

Serviceauftrag über 448 Anlagen

 

Siemens übernimmt zudem den Service und die Wartung der Anlagen. Die 448 Windenergieanlagen des Typs SWT-2.3-108 sind für fünf Projekte des US-Energieversorgers MidAmerican in Iowa bestimmt. Jede der Turbinen bringt eine Leistung von 2,3 MW und hat einen Rotordurchmesser von 108 m. Die Maschinenhäuser und Naben für die Windturbinen für den MidAmerican-Auftrag werden im Siemens-Werk in Hutchinson im US-Bundesstaat Kansas hergestellt, die Rotorblätter wird Siemens in Fort Madison in Iowa fertigen.

Siemens ist bei der Offshore-Windenergie weltweit führend. Aber auch bei der Windenergie an Land ist der Konzern sehr gut positioniert. Allein in Europa und Afrika hat Siemens im vergangenen Geschäftsjahr mehr als 1 GW erfolgreich installiert. Der neue Großauftrag von MidAmerican unterstreicht zudem, dass Siemens den führenden Lieferanten im wichtigen US-amerikanischen Windenergiemarkt zählt. en," sagte Markus Tacke, CEO der Siemens Division Wind Power bei Siemens Energy. Iowa ist einer der führenden US-Bundesstaaten im Bereich der Windenergie; 2012 lieferte dort Windstrom bereits rund 24 % der gesamten Stromerzeugung. Insgesamt hat Siemens für MidAmerican bereits 1,2 GW an Windleistung installiert. Den aktuellen Folgeauftrag mit eingerechnet können diese Windprojekte nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2015 mehr als 660.000 amerikanische Haushalte mit sauberer Energie versorgen.

 

Projekt Ocotillo Wind Turbine

 

Schon im Mai ist es im Ocotillo-Windpark in einem von Siemens bestückten Windpark in der kalifornischen Wüste zu einem folgenschweren Unfall gekommen: Von einem der mehr als hundert Windräder dort hatte sich ein mehr als 50 m langes und elf t schweres Rotorblatt gelöst und war rund 50 m entfernt auf eine Straße gekracht. Verletzt wurde offenbar niemand, aber seither legt der Konzern nicht nur in Kalifornien alle baugleichen Anlagen still, geht auf Fehlersuche und muss eventuell auch noch Umbaumaßnahmen mit einkalkulieren.

Das geborstene Rotorblatt gehört zur WEA-Baureihe SWT-2.3-108 und ist Teil des 315-MW-Windparks Ocotillo Wind Project, das die benachbarte Großstadt San Diego seit Dezember vergangenen Jahres mit Strom versorgen soll und. Die dabei eingesetzten B53-Rotorblätter sind weltweit im Einsatz.

Bereits Mitte des vergangenen Jahres berichtete Siemens über einen Großauftrag, den der Energiekonzern Portland General Electric  für 116 WEA des Typs SWT-2.3-108 erteilt hat. Der neue Onshore-Windpark »Lower Snake River Phase II« wird mit 343 MW den im Jahr 2012 eröffneten Windpark komplettieren, der ebenfalls von Siemens errichtet wurde.

Das Siemens-Montagewerk in Hutchinson, Kansas, wird die 116 Maschinenhäuser und Rotornaben für die Tucannon River Wind Farm bauen. Dort entstanden kurz nach der Eröffnung im Jahr 2010 auch die Anlagen für das Projekt "Lower Snake River Phase I". Die Fertigung der 348 Rotorblätter übernimmt das Siemens-Werk in Fort Madison, Iowa.

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Das geborstene Rotorblatt des Typs B53 gehört zur WEA-Baureihe SWT-2.3-108.

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Windkraft an Land

 

Siemens hat vom US-Energieversorger MidAmerican einen Auftrag über die Lieferung von 448 Turbinen erhalten. Mit einer Gesamtleistung von 1.050 MW ist dies der größte Auftrag, der bislang für die Windkraft an Land erteilt wurde.

Die Windturbinen mit einer Leistung von 2,3 MW (MW) und einem Rotordurchmesser von 108 m werden in fünf Projekten im US-Bundesstaat Iowa zum Einsatz kommen. Ein einzelnes Rotorblatt für die SWT-2.3-108 Windenergieanlagen, die der US-Energieversorger MidAmerican bestellt hat, wiegt etwa 10 t.

 

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Siemens Sector Energy

www.siemens.com

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